JUMP hat den Volkspalast eröffnet. Ich war für euch dabei!
von DaniK

Mittwoch, 29.03.2006, Ankunft 15:30 Uhr auf dem Alten Messegelände in Leipzig
Etwas skeptisch betrachten wir das Bauwerk vor uns. Von außen hat man es nicht saniert, zumindest erscheint es nicht so. Es wirkt ein wenig gebrechlich, die Säulen am Eingang weisen Risse auf, die wir besorgt betrachten. Nur 2 aufgeblasene Jump-Säulen links und rechts zwischen ihnen weisen überhaupt auf eine Veranstaltung an diesem Abend im Bauwerk Nr.16 hin.
Langsam kommt geschäftiges Treiben auf, Security-Mitarbeiter in feinen Anzügen und braun-gebrannte Service-Kräfte tummeln sich auf den Treppenstufen. Ab und zu huscht unser Blick zum Himmel, hoffentlich hält das Wetter, denn für einen größeren Regenguss sind wir nicht passend gekleidet.
18.00 Uhr. Der Platz vor dem Volkspalast hat sich langsam gefüllt und es kommt Ungeduld auf, da eigentlich um diese Zeit Einlass sein soll. Trotz 2 Musikern, die versuchen, die Stimmung aufrecht zu erhalten, möchten doch alle endlich nur hinein in die neue Location.
Die älteren Herrschaften haben leider den Sinn einer Warteschlange, wo man sich hinten anstellt und nicht drängelt, nicht ganz begriffen. Von links und rechts wird sich vorne einfach reingedrängelt. Wir tragen es mit Fassung – mehr oder weniger!
Eine halbe Stunde nach eigentlichem Einlass dürfen wir das Bauwerk betreten. Selbstverständlich haben wir auch freundlich in die Kamera am Eingang gelächelt…
Dann Staunen! Ein Rundgang führt um die Donnerkuppel, dem eigentlichen Highlight des Volkspalastes. Zwischen Palmen verschiedene Bars und sich fleißig tummelnde Mitarbeiter.
Die Donnerkuppel… Sichtlich überrascht betreten wir den Raum. Beeindruckend. Wir wagen kaum, die blank polierte Tanzfläche zu betreten.
Eine kleine Bühne vorne, Tanzfläche davor aus hellen, polierten Fliesen, Treppen zu den Anhöhen mit Tischen und Stühlen, große Säulen, Balkons und weinrote Vorhänge unter dieser grandiosen Kuppel, die in ein Lichterspiel getaucht wurde. Alles in allem hatte man eher den Eindruck, eine Oper zu besuchen, als ein Konzert.
Noch mehr Staunen, als in regelmäßigen Abständen über die Lautsprecher der Beginn der Veranstaltung angekündigt wurde…
Dann der Beginn: Die Performance eines Artisten, ein kleines Feuerwerk, die festliche offizielle Einweihungsrede und danach eine Lasershow, die wunderschöne Lichteffekte durch die leicht, mit Nebel gefüllte Donnerkuppel jagte - ein wirklich beeindruckendes Schauspiel!
Dann beginnt der eigentliche Hauptteil des Abends.
Deutsch-Rock vom Feinsten! BOSSE
Setlist:
- Deine Haut
- Kilometerweit
- Kraft
- Skizziert
- Kamikazeherz
- Die Irritierten
- Eigentlich
- Niemand vermisst uns
- Keine Panik
- Dreckig
Dann verlassen die Musiker die Bühne. Zaghafte Zugabe-Rufe machen sich im Publikum breit.
Mit dem Spruch „Wenn 2 klatschen, sind wir wieder am Start!“ kommt Sänger Axel wieder auf die Bühne und sie spielen als Zugabe: Guten Morgen Spinner und Februarsterne.
Auch wenn man teilweise den Text wegen der Schnelligkeit des Gesangs nicht ganz verstanden hat, haben sich die Herren doch eindeutig in unser Herz gespielt!
Nach einer halben Stunde Pause – für uns eine endlose Zeit des Wartens, ist es soweit!
Unter den altbekannten Klängen von Eclipse stürmen die erfolgreichen Norweger von Apoptygma Berzerk die, für sie wohl etwas zu kleine Bühne.
Bei den ersten zwei Songs gibt es scheinbar ein paar kleine Einstellungsprobleme. Die Stimme von Frontmann Stephan Groth ist streckenweise fast gar nicht zu hören und wird von der Musik übertönt. Macht nichts! Die Stimmung ist super, zumindest wie ich die ersten Reihen beurteilen kann.
Setlist:
- Eclipse (short version)
- You keep me from…
- Tuning in
- In this together
- Starsign
- Mercy kill
- Kathy´s Song
- Lost in translation
- Shine on
- Love to blame
- Unicorn
Viel zu schnell kam der Satz: „Last song for tonight!“
Und weg waren sie.
Nach längerer Pause und Zugaberufen des Publikums („A-pop-tyg-ma *klatsch…- klatsch,klatsch-> erinnert uns an den Song in Tel Aviv von der DVD!), die die Donnerkuppel zum Beben bringen, kommen die 5 sympathischen Musiker wieder auf die Bühne.
Non Stopp Violence, das Publikum tobt!
Leider ist das wirklich der letzte Song des Abends, Apoptygma Berzerk verabschieden sich für diesen Abend endgültig beim Publikum…
Wir beschließen, noch zu bleiben und gönnen uns ganz entspannt ein paar Becks, pflanzen einen Becks – Baum, essen gereichte Häppchen und plauschen nett mit den Herren von Apop.
Fazit: Es war ein geiler Abend, alles war perfekt organisiert und Leipzig hat eine coole neue Location! Großes Lob an alle die, die das auf die Beine gestellt haben! Er bleibt uns in unvergesslicher Erinnerung! :)
Webzine der Groupo Mi Amigo

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