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Bericht Unto Ashes / QNTAL Silver Swan Tour 2006

von Wolfgang

In der ziemlich langen Discografie beider Band gesellte sich in den letzten beiden Monaten jeweils ein weiteres Album hinzu. „Silver Swan“ von Qntal erschien am 25. August 2006 und „Songs für a Widow“ von Unto Ashes am 18. September 2006, etwa einen Monat später. Grund also für beide Band damit zu touren. Somit nannten Qntal ihre Tour auch nach ihrem neuen Longplayer.
Unto Ashes aus New York City sind einschlägig mit ihren nun 5 Alben bekannt für apokalytischem Neo-Folk über Medivial und Heavenly Voices bis hin zu synthetischem Dark Wave. 
Das neue Album von Qntal knüpft an Qntal IV an und zeigt wieder die Vielfältigkeit der Interpretation verschiedenen Sprachen und unterschiedlicher Musikrichtungen. So sind neben mittelalterlichen Instrumenten wiederum auch folkloristische und elektronische Elemente enthalten.
Im Vorfeld informierten Qntal bereits auf ihrer Homepage, dass sie mit Unto Ashes auch gemeinsam während der Konzerte performen werden.
Die Konzertournee begann am 05.10.2006 und führte die Gruppen durch Deutschland, Frankreich, die Schweiz, Belgien und die Niederlande. Am 21.10.2006 fand dann das letzte Konzert in Jena im Club Kassablanca statt. Nun, die Performance begann ziemlich spät. pic_1Es war so ca. 22.15 Uhr als Unto Ashes die Bühne betraten. „We are Unto Ashes from New York City“ so die Begrüssung. Die Setlist begann mit „Hymn to Pan“ gefolgt von „Ein Fluch“. Sicherlich warteten viele Zuhörer auf das Palästinalied, aber dies kam nicht, sollte aber in anderer Form an diesem Abend noch gespielt werden. Die Vielseitigkeit der 3 Amerikaner wurde durch die verschiedenen Songs mit den unterschiedlichsten Instrumenten unter Beweis gestellt. Mariko, die Sängerin spielte bei einigen Songs Geige bzw. Percussion. Michael Laird sang und spielte Gitarre und electronics, sowie Natalia Lincoln, die vorwiegend an den electronischen Effekten gearbeitet hat. Besonders „Spider Song“, der auch zum Mittanzen anregte soll hier als Höhepunkt genannt werden. Aber auch die Interpretation der Stückes „One World One Sky We Live We Die“, das mittelalterliche sowie auch folkloristische Elemente enthält war ein Highlight. Mit „Frühling“ hat sich Unto Ashes auch einem Lied von Qntal angenommen und die Show endete mit dem Blue Oyster Cult Cover (Don't Fear) The Reaper, einem Lied, was mit zu die Wurzeln des Metal gehört. Nach einer sehr kurzen Umbaupause begann schliesslich Qntal mit dem Programm. Eröffnet wurde mit „Von den Elben“ vom neuen Longplayer, das unterstützt durch das Video, das über einen Breamer im Hintergrund lief, die Bühne in einem bläulichen Licht erscheinen liess. Syrah (Sigrid Hausen) konnte voll und ganz mit ihrer Stimme überzeugen. Man kann echt behaupten, dass ihr Gesang den Studioaufnahmen in nichts nachstand. Daher bat sie auch das Publikum, das Rauchen auf das unbedingt nötige zu reduzieren. Später wurde dann auch noch der Nebel etwas reduziert, denn schliesslich sollte ihre Stimme ja das komplette Konzert durchhalten. Als drittes Stück wurde denn auch das „Palästinalied“ gespielt, das auf einer Reise von Walther von der Vogelweide nach Jerusalem entstanden ist. Bei Monsieur`s Departure betraten dann Unto Ashes die Bühne und spielten dann mal mehr oder weniger fast jeden Song mit. So waren zeitweise mit dem Gast-Schlagzeuger von Qntal sieben Musiker auf der Bühne. Das gab natürlich einen beeindruckenden Liveeindruck durch die vielen Instrumente, der mit Studioaufnahmen nicht vergleichbar ist.
pic_2Unterstützt wurde die Musik durch verschiedene Videosequenzen und coolem Licht, wie zum Beispiel mit Lichtkegeln und Stroboskope Effekten. Das Programm wechselte zwischen Songs vom neuen Album und älteren bekannten Liedern. Besonders Veni von der Bonus CD der Ltd. Edition von Silver Swan war beeindruckend. Michael Popp dankte letztlich allen an der Tournee mitwirkenden Personen für das so gute Gelingen und erzählte einige lustige Geschichtchen, die mit dem Tourbus im allgemeinen zu tun hatten. Mit „Ecce grantum“ war der offizielle Teil beendet. Nun, zwei Zugaben sollten noch folgen. Diese waren „Unter den Linden“, dem vielleicht ruhigstem Stück den Abends und „Ad mortem festinamus“ jeweils von dem ersten Album Qntal I, an dem auch noch Ernst Horn von „Deine Lakaien“ seine experimentellen elektronischen Einflüsse einbringen konnte.  
Gegen 1.15 Uhr war ein wirklich gelungener musikalischer Abend beendet, der sicher alle Erwartungen an Unto Ashes und Qntal erfüllt und in mancher Hinsicht sicher auch überrascht  hat. Besonders die so enge Zusammenarbeit beider Bands war schon beeindruckend. Nach einem kurzen Gespräch mit Syrah und der Bitte um ein Autogramm wird auch dieser Konzertbesuch in guter Erinnerung bleiben.   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


 

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